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 Operative Verfahren  

Erlanger Methode

Der verformte Abschnitt der Brustwand wird durch einen kleinen (5-10cm) Längsschnitt (Jungen) oder Querschnitt in der Busenfalte freigelegt. Alle verformten Rippen werden am Trichterrand eingekerbt, am Brustbein ggf. abgetrennt oder gekürzt und nach Hebung bzw. Senkung in korrigierter Stellung nahezu spannungsfrei wieder festgenäht. Die Stabilisierung erfolgt durch einen dünnen elastischen Metallbügel aus Edelstahl oder Titan.

 

Dieser wird im Brustbein verankert und stützt sich seitlich auf stabilen Rippenanteilen ab. Bei Kindern mit weichem Brustbein kann auf die Durchtrennung der Rippen verzichtet werden. Zusätzliche Rippenbogenkorrekturen sind von winzigen Stichinzisionen aus möglich.

Bei sehr kräftigen Männern sind evtl. 2 Bügel zur Stabilisierung erforderlich. Ein selbstauflösender starker Kunststofffaden gibt zusätzlichen Halt. Diese Maßnahmen erhöhen die Sicherheit und erlauben eine frühzeitige Klinikentlassung i.d. R. nach 6-10 Tagen. Seit 1954 wurden in der Erlanger Klinik über 6.000 große Korrekturen an der Brustwand durchgeführt. Die Operationsdauer beträgt heute zwischen 40 und 70 Minuten.

Der zur Stabilisierung verwendete Metallbügel wird nach etwa einem Jahr von einem kleinen seitlichen Schnitt aus entfernt, die Operationsdauer beträgt hier ca. 10 Minuten, der Eingriff kann ambulant oder tageschirurgisch erfolgen.

Operationsergebnisse:

Auf dem ersten Bild sehen Sie einen erwachsenen Mann, auf dem zweiten Bild eine junge Frau nach der Korrektur einer symmetrischen Trichterbrust und auf dem dritten Bild einen jungen Mann nach der Korrektur einer Kielbrust.