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 Operative Verfahren  

Minimalinvasive Verfahren

Darunter versteht man das Prinzip, durch spezielle Techniken und Instrumente große Hautschnitte und weiträumige Wundflächen zu vermeiden.

Die Erlanger minimalinvasive Methode kommt bevorzugt bei Kindern zur Anwendung. Aufgrund des noch weichen Brustkorbes kann hier auf eine vollständige Freilegung des unteren Brustbeines verzichtet werden.

Mit Hilfe der Spannungsmessung (Tensiometrie) können die auftretenden Kräfte exakt bemessen werden. Die Einbringung des Metallbügels erfolgt von der Seite und die Verankerung im Brustbein unter Sicht über einen kleinen, ca. 2-4 cm langen Schnitt in der Mitte des Brustkorbes. Seitliche Stabilisierungen sind wegen der Fixierung im Brustbein nicht erforderlich. Die zusätzliche Korrektur vorstehender Rippenbögen kann minimal invasiv über jeweils einen 1-2 cm langen Hautschnitt erfolgen, ist in den meisten Fällen jedoch entbehrlich. Der Metallbügel wird routinemäßig nach ein bis zwei Jahren ambulant oder tageschirurgisch entfernt.

Operation nach Nuss:
Dabei wird versucht, die eingezogene Brustwand ohne direkte Freilegung und ohne Rippendurchtrennung in die normale Ebene zu heben. Dazu kann bei älteren Patienten erhebliche Kraftanwendung erforderlich sein. Als Zugang dienen zwei jeweils 5 bis 10 cm lange Schnitte seitlich an der Brustwand, durch die eine gebogene kräftige Metallplatte hinter das Brustbein geschoben wird. Die Aufrichtung der Brustwand erfolgt durch Drehung der Metallplatte. Als technisches Hilfsmittel zur inneren Betrachtung des Brustkorbs und Vermeidung von Nebenverletzungen kann ein Thorakoskop dienen (Brusthöhlen-Spiegelung). Die Metallplatte muss seitlich durch 1-2 zusätzliche stabilisierende Platten verankert werden, um Drehung und Frührezidive zu vermeiden. Sie muss wegen der starken Spannung 2-3 Jahre in der Brustwand verbleiben.